Glossarbegriff
Piotroski F-Score
Joseph Piotroskis neunteilige Fundamental-Checkliste aus dem Jahr 2000 — Profitabilität, Bilanztrend und operative Effizienz, je ein Punkt. 8–9 = fundamental stärker werdend, 0–2 = sich verschlechternd.
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Definition & die neun Kriterien
Der F-Score vergibt einen Punkt für jeden von neun binären Tests gegenüber dem Vorjahr: positive Gesamtkapitalrendite, positiver operativer Cashflow, steigende Gesamtkapitalrendite, Cashflow über dem Nettogewinn, sinkender Verschuldungsgrad, steigende Liquidität dritten Grades, keine Aktienausgabe, steigende Bruttomarge und steigende Kapitalumschlagshäufigkeit. Piotroskis Studie von 2000 wandte die Checkliste auf günstig bewertete Kurs-Buchwert-Aktien an und stellte fest, dass Aktien mit hohem Score deutlich besser abschnitten als solche mit niedrigem Score — die Erkenntnis dabei: Innerhalb jedes Value-Screens sind die meisten Titel aus gutem Grund günstig, und einfache fundamentale Dynamik trennt die sich erholenden von den sterbenden Unternehmen.
Den Score lesen
Acht oder neun Punkte signalisieren eine breite fundamentale Verbesserung; null bis zwei Punkte signalisieren eine durchgängige Verschlechterung. Der mittlere Bereich enthält für sich genommen wenig Information. Da jeder Test ein Jahresvergleich anhand veröffentlichter Abschlüsse ist, ist der Score vollständig reproduzierbar — keine Schätzungen, keine Ermessensspielräume —, weshalb er auch Jahrzehnte später noch ein Standard-Screening-Kriterium ist.
Wie Closelook ihn verwendet
Der F-Score erscheint auf den Aktienseiten in der Ebene der etablierten Scores, angegeben als erreichte Punkte im Verhältnis zu den anhand der Daten bewertbaren Kriterien. Sein Querschnittsrang fließt in das Earnings-Quality-Modul des Closelook Company Score ein — die Checkliste selbst bleibt die von Piotroski.