Glossarbegriff

Accruals Ratio

Nettogewinn abzüglich operativem Cashflow, skaliert an der Bilanzsumme. Misst, wie viel des ausgewiesenen Gewinns bilanzielle Abgrenzung statt Cash ist — hohe Accruals gingen historisch schwachen Renditen voraus (Sloan, 1996).

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Definition & das Sloan-Ergebnis

Die Accruals Ratio nimmt den Nettogewinn, zieht den operativen Cashflow ab und teilt das Ergebnis durch die Bilanzsumme. Ist der Wert hoch, existiert ein großer Teil des ausgewiesenen Gewinns nur als Buchungsposten — Forderungen wurden verbucht, aber nicht eingezogen, Vorräte aufgebaut, aber nicht verkauft. Richard Sloans Studie von 1996 zeigte, dass Unternehmen mit hohen Accruals systematisch schlechter abschnitten als Unternehmen, deren Gewinne durch Cash gedeckt waren — eines der am häufigsten replizierten Ergebnisse in der Earnings-Quality-Literatur. Märkte lesen die Gewinn- und Verlustrechnung; die Kapitalflussrechnung holt später auf.

Wie sich hohe Accruals zeigen

Das Muster zeigt sich meist darin, dass Forderungen schneller wachsen als der Umsatz (aggressive Umsatzrealisierung), Vorräte schneller wachsen als der Umsatz (Produktion vor der Nachfrage — eine klassische Warnung im Halbleiterzyklus), oder in anhaltenden Lücken zwischen Nettogewinn und operativem Cashflow. Keines dieser Muster beweist Manipulation; jedes wachsende Unternehmen weist gewisse Accruals auf. Das Signal liegt in der Beständigkeit und der Größe relativ zur Bilanzsumme.

Wie Closelook sie nutzt

Die Accruals Ratio verankert das Earnings-Quality-Modul des Closelook Company Score, neben OCF/Nettogewinn, FCF/Nettogewinn und den Spreads von Vorräten und Forderungen gegenüber dem Umsatz. Sie fließt zudem über ihren TATA-Term in den Beneish M-Score ein.