101-Eintrag
Optionen 101: Calls, Puts, Prämie, Verfallsdatum
Eine Option ist kein Aktienersatz. Sie ist ein zeitlich begrenzter Kontrakt, der vier Preise in einem bündelt – Richtung, Basispreis, Laufzeit und Prämie – und sich zu einem festen zukünftigen Datum auflöst. Bei Closelook werden Optionen als Portfolio-Werkzeuge eingesetzt: um Erträge auf Bestände zu erzielen, um disziplinierte Einstiegspunkte bei Titeln zu setzen, die das Desk besitzen möchte, und um taktische Einschätzungen mit begrenztem Risiko auszudrücken. Schlecht eingesetzt erzeugen sie Leverage und Blowups. Sorgfältig eingesetzt schärfen sie das Portfolio.
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Die vier Bausteine
Call — das Recht (nicht die Pflicht), 100 Aktien zum Basispreis bis zum Verfallsdatum zu kaufen. Käufer wollen, dass die Aktie steigt. Verkäufer kassieren die Prämie dafür, dass sie die Gegenseite übernehmen.
Put — das Recht, 100 Aktien zum Basispreis bis zum Verfallsdatum zu verkaufen. Käufer wollen, dass die Aktie fällt, oder wünschen Abwärtsschutz auf einen Bestand. Verkäufer kassieren die Prämie und akzeptieren die Verpflichtung zu kaufen, falls zugewiesen.
Basispreis (Strike) — der vereinbarte Preis, zu dem Aktien den Besitzer wechseln würden.
Verfallsdatum — das feste Datum, an dem sich der Kontrakt auflöst. Optionen verfallen wöchentlich, monatlich oder mit längerer Laufzeit (LEAPs).
Käufer vs. Verkäufer — Gegensätzliche Trades
Jede Option hat zwei Seiten. Der Käufer zahlt Prämie für Optionalität – begrenztes Risiko, potenziell unbegrenzte Rendite. Der Verkäufer kassiert die Prämie und akzeptiert die Verpflichtung – gedeckelte Rendite, potenziell unbegrenztes Risiko bei ungedeckten Positionen. Der Zeitwertverfall (Theta) arbeitet gegen Käufer und für Verkäufer. Eine Ausweitung der Volatilität hilft Käufern und schadet Verkäufern. Closelooks Optionsarbeit findet fast ausschließlich auf der Verkäuferseite statt, wo der strukturelle Vorteil des Zeitwertverfalls systematisch geerntet werden kann.
Warum es Optionen gibt — Die praktischen Anwendungsfälle
Erträge auf Bestände. Der Verkauf von Covered Calls auf bestehende Positionen macht aus einem statischen Aktienbestand ein ertragbringendes Asset. Siehe Covered Calls — 101.
Disziplinierte Einstiege. Der Verkauf von Cash-Secured Puts auf Titel, die das Desk besitzen möchte, legt einen Kaufpreis schriftlich fest, wobei die Prämie im Voraus vereinnahmt wird. Siehe Cash-Secured Puts — 101.
Hedging. Der Kauf von Puts auf einen Bestand begrenzt das Abwärtsrisiko, zu Kosten der gezahlten Prämie. Wird selektiv rund um konzentriertes Einzelaktienrisiko oder Event-Fenster eingesetzt.
Einschätzungen mit definiertem Risiko. Vertikale Spreads – der Kauf einer Option und der Verkauf einer anderen zu einem anderen Basispreis – drücken eine gerichtete Einschätzung mit gedeckeltem Maximalverlust aus. Nützlich, wenn die Richtung stimmt, das Timing aber unsicher ist.
Was diese Serie abdeckt
Der Derivatives-101-Stack ist um die beiden Strategien aufgebaut, die das Derivatives Portfolio antreiben: Covered Calls und Cash-Secured Puts. The Greeks ist das Dashboard, das erklärt, wie sich jede Optionsposition verhält. Assignment & Rolling behandelt, was passiert, wenn Kontrakte sich auflösen, und wie man sie innerhalb eines Plans steuert statt in panischen Reaktionen.