Glossarbegriff

VIX (Volatility Index)

Der CBOE Volatility Index misst die erwartete 30-Tage-Volatilität des S&P 500. Höherer VIX = mehr Angst. Closelook nutzt den VIX in der Volatilitäts-Dimension des Weekly Signal für Aktienwerte. Bei BTC kommen stattdessen DVOL/BVIV zum Einsatz.

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Definition & Kontext

Der VIX (CBOE Volatility Index) misst die vom Markt erwartete 30-Tage-Vorwärtsvolatilität des S&P 500, abgeleitet aus Optionspreisen. Oft als „Angstbarometer“ bezeichnet, impliziert ein VIX von 15, dass der Markt für den kommenden Monat eine annualisierte Volatilität von rund 15% erwartet. Der VIX bewegt sich typischerweise zwischen 10–15 in ruhigen Märkten, 20–30 während Korrekturen und kann in Krisen über 50 ausschlagen (er erreichte während des COVID-Crashs im März 2020 einen Stand von 82).

Der VIX zeigt eine Mean-Reversion-Eigenschaft: Extremwerte normalisieren sich tendenziell innerhalb von Tagen bis Wochen. Diese Eigenschaft lässt sich durch Strategien des Volatilitätsverkaufs nutzen — wenn der VIX ausschlägt, erfasst der Verkauf von Optionen erhöhte Prämien, die mit der Normalisierung der Volatilität zerfallen. Der Verkauf von Volatilität birgt jedoch Tail-Risiko: seltene, aber schwere Ausschläge können katastrophale Verluste verursachen (das XIV-ETN brach im Februar 2018 während des „Volmageddon“ über Nacht um 95% ein). Closelook verwendet den VIX als eine von neun Dimensionen im Regime-Scoring des Weekly Signal — ein erhöhter VIX komprimiert den Composite Score und signalisiert defensive Positionierung, unabhängig davon, was andere Indikatoren nahelegen.

Warum es für Anleger wichtig ist

Der VIX ist das Angstbarometer des Marktes und der wichtigste einzelne Input für die Optionspreisbildung. Steigt der VIX über 30, werden Optionsprämien extrem üppig — das schafft die besten Gelegenheiten für Closelooks Volatility-Harvesting-Engine. Fällt der VIX unter 15, schrumpfen die Prämien, und der Verkauf von Optionen bietet ein schlechtes Risiko-Rendite-Verhältnis. Dieser Volatilitätszyklus ist der Motor, der das Derivatives-Portfolio antreibt.

Über den Optionshandel hinaus dient der VIX als Regime-Indikator. Ein anhaltend über 25 liegender VIX fällt typischerweise mit Bärenmärkten oder Korrekturen zusammen. Ein VIX zwischen 15–20 gilt für Aktien als „Goldilocks“-Zone. Ein komprimierter VIX unter 12 geht Volatilitätsausschlägen häufig voraus — die Ruhe vor dem Sturm. Closelook integriert den VIX als Volatilitäts-Dimension im Weekly-Signal-Framework, gewichtet mit 10% des Composite Score.

Verwandte Konzepte

Der VIX steht in Zusammenhang mit Covered Calls und Cash-Secured Puts (Prämienniveaus), dem Market Regime-Scoring (Volatilitäts-Dimension) sowie der Kennzahl Maximum Drawdown, die sich materialisiert, wenn der VIX ausschlägt.