Glossarbegriff
Maximum Drawdown
Der größte Rückgang des Portfoliowerts vom Höchststand bis zum Tiefpunkt. Closelook weist den Maximum Drawdown für jedes Portfolio aus und nutzt das Weekly Signal Regime-System, um das Drawdown-Risiko zu steuern — das Regime Red löst Kapitalerhalt aus.
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Definition & Kontext
Maximum Drawdown misst den größten Rückgang des Portfoliowerts vom Höchststand bis zum Tiefpunkt, bevor ein neuer Höchststand erreicht wird. Ein Portfolio, das von $100 auf $150 wächst, auf $90 fällt und sich dann auf $160 erholt, weist einen Maximum Drawdown von 40% auf ($150 auf $90). Der Drawdown wird als Prozentsatz ausgedrückt und ist stets negativ (oder null). Die Erholungszeit — der Zeitraum vom Tiefpunkt bis zum neuen Höchststand — ist ebenso wichtig, wird aber oft übersehen.
Der Drawdown ist für die Portfoliokonstruktion vermutlich wichtiger als die Rendite, da Anleger Verluste intensiver erleben als Gewinne (Verlustaversion). Ein Drawdown von 50% erfordert einen Gewinn von 100% zur Erholung. Ein Drawdown von 33% erfordert einen Gewinn von 50%. Diese Asymmetrie bedeutet, dass Risikomanagement — die Vermeidung tiefer Drawdowns — effektiver zum Zinseszinseffekt beiträgt als die Maximierung der Renditen. Historische Maximum Drawdowns wichtiger Indizes liegen bei etwa 55% für den S&P 500 (2007–2009), 78% für den Nasdaq (2000–2002) und über 80% für Bitcoin (2017–2018 und 2021–2022).
Warum es für Anleger wichtig ist
Der Maximum Drawdown ist für das langfristige Überleben eines Portfolios vermutlich wichtiger als absolute Renditen. Ein Drawdown von 50% erfordert einen Gewinn von 100% zur Erholung — eine mathematische Asymmetrie, die den Zinseszinseffekt zunichtemacht. Closelook weist den Maximum Drawdown für jedes Referenzportfolio aus, da er das tatsächlich erlebte Risiko offenlegt und nicht nur das durchschnittliche Risiko, das die Standardabweichung impliziert.
Das Verhältnis von Drawdown und Erholungszeit bestimmt, ob eine Strategie psychologisch tragfähig ist. Ein Portfolio mit höheren Renditen, aber Drawdowns von 60%, wird die meisten Anleger dazu bringen, es im ungünstigsten Moment aufzugeben. Die dreistufige Portfolioarchitektur von Closelook (Volatility Harvesting, Structural Narrative, Tactical Growth) ist darauf ausgelegt, den Gesamt-Drawdown durch die Kombination unkorrelierter Renditequellen zu begrenzen.
Verwandte Konzepte
Der Drawdown steht in Zusammenhang mit der Sharpe Ratio (die Volatilität bestraft), der Market Regime-Bewertung (die signalisiert, wann das Risiko reduziert werden sollte), und dem Reference Portfolio-Rahmenwerk, in dem Drawdown-Grenzen in jede Engine eingebaut sind.