Glossarbegriff

Covered Call

Eine Optionsstrategie: die zugrunde liegende Aktie halten und eine Call-Option darauf verkaufen. Erzeugt Erträge, begrenzt aber das Aufwärtspotenzial. Wird im Derivatives-Portfolio von Closelook umfangreich zur Ertragsgenerierung in Seitwärtsmärkten eingesetzt.

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Definition & Kontext

Ein Covered Call ist eine Optionsstrategie, bei der der Anleger eine Long-Position in einer Aktie hält und Call-Optionen gegen diese Position verkauft (schreibt). Der Verkäufer erhält im Voraus eine Prämie im Austausch dafür, dass sein Aufwärtspotenzial am Strike-Preis gedeckelt wird. Bleibt die Aktie bei Verfall unter dem Strike, behält der Verkäufer sowohl die Aktie als auch die Prämie. Steigt die Aktie über den Strike, werden die Aktien zum Strike-Preis abgerufen (called away).

Die Strategie erzeugt Erträge in flachen oder leicht bullischen Märkten, verzichtet aber auf Aufwärtspotenzial bei starken Rallyes. Die zentrale Kennzahl ist die annualisierte Prämienrendite: Der Verkauf eines monatlichen Calls bei 5% aus dem Geld (out-of-the-money) kann eine monatliche Prämie von 1–3% erzeugen, was einer annualisierten Rendite von 12–36% vor Kurssteigerungen der Aktie entspricht. Covered Calls sind am effektivsten bei Aktien mit hoher impliziter Volatilität, bei denen die Prämie das gedeckelte Aufwärtspotenzial angemessen kompensiert. Im Portfolio-Framework von Closelook werden Covered Calls selektiv auf Hypergrowth-Positionen nach starken Rallyes angewendet, um Momentum in Ertrag umzuwandeln.

Warum es für Anleger wichtig ist

Covered Calls erzeugen Erträge aus bestehenden Aktienpositionen, indem Aufwärtspotenzial gegen eine sofortige Prämie verkauft wird. Bleibt die Aktie unter dem Call-Strike, behält der Verkäufer sowohl die Aktie als auch die Prämie. Steigt sie darüber, wird die Aktie zum Strike abgerufen — ein profitabler Ausstieg zu einem vorher festgelegten Preis zuzüglich der vereinnahmten Prämie.

Im Derivatives-Portfolio von Closelook erfüllen Covered Calls zwei Funktionen: Ertragsgenerierung in Seitwärtsmärkten und disziplinierte Gewinnmitnahme während Rallyes. Die Strategie reduziert die Portfoliovolatilität und verbessert die Sharpe Ratio, indem sie Kursunsicherheit in vorhersehbaren Cashflow umwandelt. Der Kompromiss ist das gedeckelte Aufwärtspotenzial — was Covered Calls am effektivsten macht bei Positionen, deren kurzfristiges Aufwärtspotenzial begrenzt ist, deren langfristige These aber weiterhin gültig bleibt.

Verwandte Konzepte

Covered Calls werden mit Cash-Secured Puts in der "Wheel-Strategie" kombiniert (Puts verkaufen zum Einstieg, Calls verkaufen zum Ausstieg) und werden mithilfe des Kelly-Kriteriums dimensioniert. Das VIX-Niveau bestimmt, wann sich der Verkauf von Call-Prämien lohnt.