Glossarbegriff

Unsystematisches Risiko Unsystematic Risk

Idiosynkratisches Risiko, das für ein einzelnes Unternehmen, eine Branche oder eine Position spezifisch ist — Betrug, ein verlorener Vertrag, ein gescheiterter Produktstart, ein regulatorischer Eingriff. Diversifizierbar: Das Hinzufügen unkorrelierter Werte reduziert das unsystematische Risiko gegen null. Systematisches (Markt-)Risiko lässt sich nicht wegdiversifizieren. Closelooks Reference Portfolios diversifizieren unsystematisches Risiko, während sie das thematische systematische Exposure erhalten.

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Definition & Kontext

In der Modernen Portfoliotheorie zerfällt das Gesamtrisiko in systematisches Risiko (marktweite Faktoren: Zinsen, Rezession, Liquidität) und unsystematisches Risiko (spezifisch für ein Unternehmen oder eine Branche). Das CAPM-Ergebnis besagt, dass nur systematisches Risiko eine Risikoprämie rechtfertigt, da unsystematisches Risiko nahezu kostenlos wegdiversifiziert werden kann. Empirisch nimmt der Grenznutzen der Diversifikation schnell ab: 20 unkorrelierte Werte reduzieren 80% der unsystematischen Varianz; 50 Werte bringen 95%.

Unsystematisches Risiko wird von den meisten Anlegern unterschätzt, weil jedes idiosynkratische Ereignis ex ante unwahrscheinlich erscheint. Betrug bei Wirecard, Enron, Theranos. Eine gescheiterte Phase-3-Studie. Eine überraschende FTC-Klage. Ein neuer Wettbewerber, der Marktanteile wegnimmt. Diese Ereignisse sind einzeln betrachtet unwahrscheinlich, in der Summe über eine 20-jährige Haltedauer jedoch nahezu sicher. Disziplin bei der Positionsgrößung — nie mehr als 5% in einem einzelnen Wert außerhalb eines Conviction-Portfolios — ist die praktische Antwort.

Warum das für Anleger wichtig ist

Closelooks Reference Portfolios sind so konstruiert, dass sie unsystematisches Risiko diversifizieren und gleichzeitig thematisches systematisches Exposure beibehalten (KI-Infrastruktur in Rubin, europäische KI-Souveränität in Euro-AI, agentische Gewinner in AW25). Global Tech 50 hält genau deshalb 50 Werte, um den Großteil des Diversifikationsnutzens zu erzielen, ohne das thematische Signal zu verwässern. Hypergrowth hingegen führt 18 Werte und nimmt erhöhtes unsystematisches Risiko als Preis für konzentriertes Aufwärtspotenzial in Kauf.

Verwandte Konzepte

Unsystematisches Risiko wird teilweise über den Maximum Drawdown gemessen, mittels Kelly-Kriterium bei der Positionsgrößung gesteuert und fließt in den Nenner der Sharpe Ratio ein.