Glossarbegriff

Trend Following

Systematische Strategie, die Ausbrüche kauft und Abwärtsausbrüche verkauft, in der Annahme, dass Trends länger anhalten, als die Theorie effizienter Märkte nahelegt. Der kanonische Ansatz der Managed-Futures-Branche: Momentum + Risikoparität + kleine Positionsgrößen. Closelook betreibt kein reines Trend Following, doch die 51-Muster-Bibliothek der Pattern Engine enthält gleitende-Durchschnitt-Crossovers, Channel Breakouts und Volatility-Breakout-Einstiege.

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Definition & Kontext

Trend Following ist die älteste systematische Strategie überhaupt. Die Regeln sind simpel: kaufe Anlagen, die steigen, verkaufe leerverkauft Anlagen, die fallen, bemesse Positionen nach Volatilität, und akzeptiere, dass die Strategie in volatilen und seitwärts laufenden Märkten Geld verliert, um dafür die größten Cross-Asset-Bewegungen einzufangen. Klassische Umsetzungen nutzen Crossovers gleitender Durchschnitte (z. B. 50/200), Channel Breakouts (Donchian 20-Tage-Hoch) oder Volatility Breakouts (ATR-basiert).

Die Strategie liefert ein charakteristisches Renditeprofil: lange flache Phasen, unterbrochen von großen Gewinnen bei Regimewechseln. Trend-Follower im Managed-Futures-Bereich (Winton, AHL, Campbell) erwarben sich ihren Ruf 2008 und 2022, als korrelierte Cross-Asset-Bewegungen Gewinne im Bereich mehrerer Standardabweichungen erzeugten. Ihre Schwächen sind symmetrisch: 2011–2019 war ein brutales Jahrzehnt für Trendfolge, da die Liquidität der Zentralbanken makroökonomische Trends dämpfte.

Warum es für Anleger wichtig ist

Closelook ist kein Trend-Follower, doch etwa ein Drittel der 51 Muster in der Directional-Alpha-Bibliothek sind Trendfortsetzungssignale: Golden/Death Crosses, Channel Breakouts mit Volumen, Ausweitungen des Linear-Regression-Channel. Die Pattern Engine liefert diese täglich über das Rubin/HALO/Euro-AI-Universum nach US-Handelsschluss. Nutzer eines gemischten Portfolios allozieren häufig 10–20% in trendartiges Exposure als unkorrelierten Renditestrom.

Verwandte Konzepte

Trend Following steht und fällt mit Signalen vom Typ Golden Cross und LRC-Breakouts; es funktioniert am besten, wenn das Market Regime trendend ist, und am schlechtesten in Seitwärtsphasen.