Glossarbegriff

Linear Regression Channel

Ein statistischer Trendkanal, der durch Regression des Preises auf die Zeit konstruiert wird, wobei obere und untere parallele Bänder bei ein oder zwei Standardabweichungen über und unter der Regressionslinie eingezeichnet werden. Wird für Mean-Reversion-Einstiege innerhalb eines Trends verwendet. Closelooks Cointegration Monitor stützt sich auf LRC-Abweichungen, um Pair-Trading-Einstiege zeitlich zu markieren.

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Definition & Kontext

Ein Linear Regression Channel legt eine Kleinste-Quadrate-Linie durch ein Fenster von Schlusskursen und projiziert zwei parallele Bänder bei ±1 oder ±2 Standardabweichungen. Die Mittellinie erfasst den lokalen Trend; die äußeren Bänder erfassen statistisch extreme Abweichungen von diesem Trend. Im Gegensatz zu Bollinger Bands (die einen einfachen gleitenden Durchschnitt plus Volatilität verwenden) berücksichtigt LRC die Steigung des Trends — in einem starken Aufwärtstrend verlaufen also sowohl der Mittelwert als auch die Bänder gemeinsam aufwärts.

Praktische Anwendung: Trader kaufen nahe dem unteren Band und verkaufen nahe dem oberen Band, solange die Steigung intakt bleibt. Ein Ausbruch durch das äußere Band bei erhöhtem Volumen signalisiert entweder eine Beschleunigung (trendfolgender Einstieg) oder einen Regimewechsel (Mean-Reversion-Falle). Da LRC pfadabhängig ist — fügt man eine weitere Kerze hinzu, verschiebt sich die gesamte Regression —, wird es am besten auf rollierenden Fenstern (typischerweise 50, 100, 200 Kerzen) verwendet, statt als feste Referenzlinie.

Warum es für Anleger wichtig ist

LRC ist die Methode, mit der Closelooks Cointegration Monitor Pair-Einstiege zeitlich markiert. Sobald zwei Assets als kointegriert identifiziert sind, wird der Spread zwischen ihnen als Abweichung von seiner eigenen linearen Regression ausgedrückt. Einstiege werden ausgelöst, wenn der Spread das ±2σ-Band durchbricht; Ausstiege erfolgen typischerweise am Mittelwert oder am gegenüberliegenden Band. Die Pattern Engine verwendet LRC bei Einzeltitel-Kursen als Channel-Reversion- und Channel-Breakout-Muster aus der Directional-Alpha-Bibliothek.

Verwandte Konzepte

LRC steht in natürlicher Beziehung zur Cointegration-Analyse, verwendet den Z-Score, um Abweichungen auszudrücken, und interagiert mit Trend Following, wenn Bänder durchbrochen werden.