Glossarbegriff
Protective Put
Eine gekaufte Put-Option auf eine bestehende Aktienposition; eine Portfolioabsicherung mit bekannten, fixen Kosten.
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Ein Protective Put ist eine gekaufte Put-Option auf eine bereits gehaltene Aktie, die als Portfolioabsicherung mit bekannten, fixen Kosten fungiert. Er begrenzt das Abwärtsrisiko der Position unterhalb des Strikes der Put-Option, während das Aufwärtspotenzial vollständig erhalten bleibt – im Austausch für die im Voraus gezahlte Prämie.
Er ist relevant als Möglichkeit, eine Position über ein bekanntes Risiko hinweg zu halten, etwa einen Quartalstermin oder ein makroökonomisches Ereignis, ohne zu verkaufen und dabei das Aufwärtspotenzial aufzugeben. Der Kompromiss ist real: Fällt die Aktie nicht, ist die Prämie eine garantierte Belastung der Rendite, ähnlich einer Versicherungspolice, die ungenutzt verfällt. Ob sich diese Kosten lohnen, hängt von der eigenen Überzeugung und davon ab, wie teuer die Volatilität zu diesem Zeitpunkt ist.
Closelooknet betrachtet den Protective Put als eine von mehreren Optionen zur Steuerung des Abwärtsrisikos, neben dem einfachen Reduzieren der Position oder dem Schreiben eines Covered Call, nicht als Standardlösung. Er gilt als eine Entscheidung mit begrenztem, sichtbarem Risiko, was der Präferenz des Diariums entspricht, das Worst-Case-Szenario im Voraus zu kennen.
In der Praxis: Wer 100 Aktien zu $100 gekauft hat und einen $90-Put für $3 kauft, begrenzt den Verlust auf $13 pro Aktie – die $10 bis zum Strike plus die $3 Prämie –, egal wie weit die Aktie unter $90 fällt.