Glossarbegriff

MACD (Moving Average Convergence Divergence)

MACD-Linie = 12-Tage-EMA minus 26-Tage-EMA; ein 9-Tage-EMA dieser Linie bildet die Signallinie, und das Histogramm stellt deren Differenz dar. Gerald Appel führte den Indikator in den 1970er-Jahren ein. Crossovers, Nulllinien-Durchgänge und Divergenzen zwischen Kurs und MACD sind die drei Standardsignale; wie jedes trendfolgende Instrument erzeugt er in Seitwärtsphasen Fehlsignale (Whipsaws).

Automatisch aus dem englischen Original übersetzt. Zum englischen Original →

Definition & Konstruktion

MACD wird aus zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA) des Schlusskurses gebildet: einem schnellen 12-Tage-EMA und einem langsamen 26-Tage-EMA. Die MACD-Linie ist der schnelle EMA minus der langsame EMA — positiv, wenn der kürzere Durchschnitt über dem längeren liegt, negativ, wenn darunter. Ein 9-Tage-EMA der MACD-Linie selbst bildet die Signallinie, und das Histogramm zeigt die Differenz zwischen beiden, wodurch Beschleunigung oder Verlangsamung sichtbar wird, bevor sie sich in einem eigentlichen Crossover niederschlägt. Gerald Appel entwickelte den Indikator Ende der 1970er-Jahre, um Trendrichtung (welcher EMA oben liegt) und Momentum (wie schnell sich der Abstand ändert) in einem Werkzeug zu vereinen. Der Parametersatz 12/26/9 ist der Standard auf jeder Chartplattform, einschließlich der Closelook-Terminals, wobei kürzere Zeitfenster für schnellere, aber verrauschtere Signale existieren.

Crossovers, Nulllinie & Divergenz lesen

Drei Signale wiederholen sich. Ein Signallinien-Crossover — MACD kreuzt seinen eigenen 9-Tage-EMA nach oben oder unten — ist der häufigste Auslöser und wird als Verschiebung im kurzfristigen Momentum gelesen. Ein Nulllinien-Crossover, bei dem MACD selbst das Vorzeichen wechselt, markiert den Schnittpunkt des 12-Tage-EMA mit dem 26-Tage-EMA und wird als breiterer Trendwechsel gedeutet — das MACD-Äquivalent zu einem Golden Cross. Divergenz — wenn der Kurs ein neues Hoch oder Tief markiert, das der MACD nicht bestätigt — ist das Signal, dem Praktiker das größte Gewicht beimessen; es gilt als Frühwarnung, dass die kursbewegende Kraft an Momentum verliert, obwohl der Kurs weiter ausdehnt.

Bekannte Schwachstelle

MACD ist ein nachlaufendes, aus EMAs abgeleitetes Instrument: wie jedes auf Moving Average basierende System reagiert er auf den Kurs im Nachhinein, statt ihn vorherzusagen. In einem seitwärts laufenden, richtungslosen Markt kreuzen sich MACD-Linie und Signallinie wiederholt ohne Fortsetzung, was das gleiche Whipsaw-Muster erzeugt, das jede trendfolgende Regel plagt. Der Indikator enthält keine Information darüber, ob das aktuelle Regime trendend oder seitwärts gerichtet ist — ihn mit einem Regimefilter oder mit RSI zur Bestätigung zu kombinieren, ist der Standardansatz, statt MACD-Signale isoliert zu lesen.