Glossarbegriff
FCF Yield
Freier Cashflow geteilt durch Marktkapitalisierung — die Cash-Rendite, die das Unternehmen auf seinen aktuellen Kurs erwirtschaftet. Der Kehrwert des P/FCF, und schwerer durch Bilanzierungswahlrechte zu schönen als die Gewinnrendite.
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Definition & Kontext
Die FCF Yield teilt den freien Cashflow der letzten zwölf Monate — operativer Cashflow abzüglich Investitionsausgaben — durch die Marktkapitalisierung. Eine FCF Yield von 5% bedeutet, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr fünf Cent verfügbaren Cash je Dollar Marktwert erwirtschaftet hat. Da Kapitalflussrechnungen weniger Spielraum für Ermessensspielräume lassen als Gewinn- und Verlustrechnungen, ist die FCF Yield die Bewertungskennzahl, zu der Investoren mit Fokus auf Gewinnqualität zuerst greifen: Abschreibungspläne, Zeitpunkt der Umsatzrealisierung und Einmaleffekte fallen dabei heraus.
Die Kennzahl richtig lesen
Eine hohe FCF Yield kann ein günstig bewertetes, dauerhaft ertragsstarkes Unternehmen bedeuten — oder ein Unternehmen, dem der Markt Schrumpfung zutraut. Die Zahl allein unterscheidet nicht zwischen einem Schnäppchen und einer Value-Falle. Eine niedrige oder negative FCF Yield ist in investitionsintensiven Phasen normal: Ein Unternehmen, das Fabriken oder Rechenzentren baut, wandelt Cash in Kapazität um, sodass die Kennzahl im Verhältnis zur Investitionsintensität und zum Wachstum gelesen werden muss. Der Vergleich der FCF Yield mit Anleiherenditen bildet die Abwägung zwischen Aktien und Anleihen direkt ab.
Wie Closelook sie einsetzt
Die FCF Yield fließt neben KGV, PEG, EV/Umsatz, EV/EBITDA und P/FCF in das Bewertungsmodul des Closelook Company Score ein. Auf den Aktienseiten steht sie in der Ebene der etablierten Kennzahlen samt ihrem Perzentil im jeweiligen Anlageuniversum, sodass der Leser sie vor unserem Composite auf eigene Weise gewichten kann.