Glossarbegriff

Elliott-Wellen-Theorie Elliott Wave Theory

Ein Ansatz der technischen Analyse, der wiederkehrende fraktale Wellenmuster im Kursverlauf identifiziert. Märkte bewegen sich in fünfteiligen Impulssequenzen (trendfolgend) und dreiteiligen Korrektursequenzen (gegen den Trend). Closelook wendet die Elliott-Wellen-Analyse auf BTC und den NDX als qualitative Überlagerung des Weekly-Signal-Frameworks an.

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Definition & Kontext

Die Elliott-Wellen-Theorie geht davon aus, dass sich Finanzmärkte in vorhersehbaren Wellenmustern bewegen, die von der kollektiven Psychologie der Anleger angetrieben werden. Die Grundstruktur besteht aus fünf Impulswellen (drei in Trendrichtung, zwei Korrekturen), gefolgt von drei Korrekturwellen (bezeichnet als A-B-C). Dieses 5-3-Muster wiederholt sich auf jedem Zeitrahmen — von Minuten bis zu Jahrzehnten — und schafft so eine fraktale Struktur, bei der sich kleinere Muster in größere einfügen.

Die Theorie definiert konkrete Regeln: Welle 2 korrigiert nie mehr als 100% von Welle 1. Welle 3 ist nie die kürzeste Impulswelle. Welle 4 überschneidet sich (in den meisten Fällen) nicht mit dem Territorium von Welle 1. Diese Einschränkungen machen das Framework falsifizierbar — wird eine Regel verletzt, ist die Zählung falsch. Closelook wendet die Elliott-Wellen-Analyse vorrangig auf Bitcoin und den Nasdaq Composite an, wo die Psychologie der Masse das Kursgeschehen sichtbarer treibt als bei Einzelaktien. Der Weekly Signal nutzt die Wellenposition als eine von neun quantitativen Dimensionen und liefert damit Kontext dafür, ob die aktuelle Bewegung impulsiv oder korrektiv ist.

Warum es für Anleger wichtig ist

Die Elliott-Wellen-Theorie liefert ein strukturelles Framework, um zu verstehen, an welchem Punkt des psychologischen Zyklus sich Märkte befinden. Fünfteilige Impulsbewegungen bilden den Verlauf vom frühen Optimismus der Vorreiter bis zu euphorischen Kursspitzen ab. Dreiteilige Korrekturen zeichnen die anschließenden Phasen von Angst, Kapitulation und falscher Hoffnung nach. Der fraktale Charakter bedeutet, dass sich Muster auf jedem Zeitrahmen wiederholen — vom Intraday-Handel bis über mehrere Jahrzehnte.

Closelook setzt die Elliott-Wellen-Analyse als eine Dimension innerhalb des Weekly-Signal-Frameworks ein, insbesondere für Bitcoin und Technologieindizes. Die Wellenzählung liefert Kontext für andere Indikatoren: Eine Momentum-Divergenz in Welle 5 ist weitaus bedeutsamer als dieselbe Divergenz in Welle 3. Der größte Nutzen der Theorie liegt weniger in präzisen Kurszielen als vielmehr darin, zu erkennen, in welcher Phase des Zyklus wir uns befinden — und welche Strategien daher angemessen sind.

Verwandte Konzepte

Die Elliott-Wellen-Analyse ist in das Weekly Signal-Framework integriert, interagiert mit der Market-Regime-Bewertung und wird zusammen mit dem VIX zur Timing-Bestimmung von Ein- und Ausstiegen eingesetzt. Closelooks Chart-Terminals verfügen zudem über ein Beta-Toolkit zur Wellenbeschriftung, bei dem ein maschinell vorgeschlagener Zählstand ein editierbarer Ausgangspunkt ist — mit verschiebbaren Ankerpunkten, Neubezeichnung und Unterteilungen in Untergrade — statt eines endgültigen Urteils.