Glossarbegriff
Beta-Konvexität Beta Convexity
Die Asymmetrie zwischen dem Beta einer Aktie in Aufwärts- und Abwärtsmärkten — gemessen als Up-Capture minus Down-Capture gegenüber einer Benchmark. Übersteigt das Up-Beta eines Titels das Down-Beta, partizipiert er stärker an Rallyes, als er in Drawdowns verliert — eine günstige Asymmetrie für den Zinseszinseffekt über einen vollständigen Zyklus.
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Definition & Messung
Das klassische Beta behandelt die Sensitivität einer Aktie gegenüber dem Markt als eine einzige Zahl und unterstellt implizit, dass die Beziehung nach oben und nach unten gleich ist. Beta-Konvexität trennt diese Annahme auf: Das Up-Beta wird nur anhand der Aufwärtstage der Benchmark gemessen, das Down-Beta nur anhand ihrer Abwärtstage. Eine Aktie mit einem Up-Beta von 1.3 und einem Down-Beta von 0.9 etwa vereinnahmt überproportional viel von Marktrallyes, während sie bei Ausverkäufen unterproportional wenig zurückgibt — eine konvexe, günstige Asymmetrie. Eine Aktie mit umgekehrter Beziehung kompoundiert über einen vollständigen Zyklus schlechter, selbst bei identischem durchschnittlichem Beta.
Warum die Aufteilung wichtig ist
Zwei Aktien können denselben nominalen Beta-Wert von 1.0 aufweisen und dennoch sehr unterschiedliche Auf-/Abwärtsprofile besitzen — eines symmetrisch, eines in die eine oder andere Richtung verzerrt. Die Durchschnittsbildung verdeckt dies, weshalb die Asymmetrie selbst, nicht nur die gemischte Kennzahl, im Mittelpunkt des Interesses steht.
Wie Closelook es misst
Closelooks Market-Structure-Toolbox berechnet Up-Beta und Down-Beta je Titel gegenüber SPY als Benchmark und weist die Konvexitätslücke zusammen mit anderen strukturellen Kennzahlen wie dem Drawdown-Verhalten aus. Dies ist eine deskriptive Messung historischer Asymmetrie, keine Prognose künftiger Konvexität.