Glossarbegriff

Support & Resistance

Preiszonen, in denen Kauf- oder Verkaufsdruck wiederholt aufgetreten ist — geformt durch Ankerung an markante Preise, geclusterte offene Orders, runde Zahlen, frühere Swing-Punkte und gleitende Durchschnitte. Konfluenz, also die Übereinstimmung mehrerer unabhängiger Levels, macht aus einer einzelnen Linie ein Level, das Beachtung verdient.

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Warum Levels entstehen

Support und Resistance beschreiben Preiszonen, nicht exakte Kursstände, in denen Käufer oder Verkäufer wiederholt eingestiegen sind. Einige Mechanismen erzeugen sie. Ankerung zieht Trader zu markanten Referenzpunkten — einem früheren Swing-Hoch, einer runden Zahl wie $100, dem Preis, zu dem eine große Gruppe eingestiegen ist — sodass dieselbe Menge tendenziell erneut am selben Preis reagiert. Order-Clustering verstärkt dies: offene Limit-Orders konzentrieren sich an runden Zahlen und früheren Extremen, weil Marktteilnehmer sie dort naturgemäß platzieren, wodurch ein reales Angebots-/Nachfrage-Regal entsteht und nicht nur ein psychologisches. Gleitende Durchschnitte fügen eine rollierende Version derselben Idee hinzu — ein 50-Tage- oder 200-Tage-Durchschnitt fungiert oft als dynamischer Support oder Resistance, weil trendfolgendes Kapital ihn mechanisch referenziert. Keiner dieser Mechanismen garantiert, dass ein Level hält; sie erklären, warum der Preis an bestimmten Zonen eher innehält, stockt oder umkehrt, statt sich geradlinig zu bewegen.

Konfluenz: Wenn Levels übereinstimmen

Eine einzelne Support- oder Resistance-Linie, die von einem Swing-Punkt abgeleitet wird, ist eine Hypothese. Konfluenz entsteht, wenn mehrere unabhängig ermittelte Levels — ein früheres Hoch, ein Fibonacci-Retracement-Verhältnis, eine runde Zahl, ein gleitender Durchschnitt — in derselben schmalen Preisspanne zusammenfallen. Jede Methode gelangt über eine andere Logik zu diesem Level, sodass die Übereinstimmung zwischen ihnen ein stärkeres Signal ist als jede Methode allein — ähnlich wie mehrere unabhängige Berichte über dasselbe Ereignis mehr Gewicht haben als ein einzelner Bericht. Konfluenzzonen sind die Stellen, an denen sich Umkehrungen, Stockungen und Ausbruchsversuche am häufigsten häufen, gerade weil sich dort mehr strukturelle Aufmerksamkeit des Marktes konzentriert. Umgekehrt gilt: Eine isolierte runde Zahl ohne vorherige Preishistorie, ohne nahen gleitenden Durchschnitt und ohne Fibonacci-Konfluenz verdient weniger Gewicht, als es das Chartbild allein nahelegen würde.

Wie Closelook es nutzt

Closelooks Scanner betreibt nächtlich eine Support-Konfluenz-Engine über das gesamte beobachtete Universum, die bewertet, wie viele unabhängige Levels an jeder Kandidatenzone übereinstimmen, statt eine einzelne Linie isoliert als bedeutsam zu markieren. Dies ist Entscheidungsunterstützung, keine Entscheidungsfindung: Ein Konfluenz-Score beschreibt, wie viel unabhängige Evidenz sich an einem Preis stapelt — keine Garantie, dass die Zone hält, und kein Handlungssignal. Ein Level, das seinen Invalidation-Test nicht besteht — ein Preis, der entschieden durch eine zuvor haltende Zone schließt — wird als gebrochen behandelt, nicht als Kaufgelegenheit auf dem Weg nach unten. Der Scanner zeigt jeden Abend die Konfluenzdichte über das gesamte Universum, sodass ein Leser sehen kann, welche Titel sich einer gut bestätigten Zone nähern und welche eine isolierte Linie ohne unterstützende Struktur testen.