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Market Regime Scoring: Grün, Gelb, Rot — und was das bedeutet

Market Regime ist die erste und wichtigste Ebene des Weekly-Signal-Frameworks. Der zusammengesetzte Score (0-100) klassifiziert das aktuelle Umfeld in drei Zonen: Grün (80+) bedeutet breite Risk-on-Bedingungen, in denen eine volle Allokation angemessen ist, Gelb (50-79) signalisiert Vorsicht, bei der Positionsgrößen verkleinert und Absicherungen erhöht werden sollten, und Rot (unter 50) zeigt einen Regimewechsel an, bei dem Kapitalerhalt Vorrang vor Renditestreben hat. Regimewechsel finden nicht jede Woche statt — meist bewegt sich der Score innerhalb einer Zone. Die entscheidenden Momente sind die Übergänge: Grün→Gelb und Gelb→Rot sind die Signale, die Änderungen auf Portfolioebene auslösen.

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Warum das Regime wichtiger ist als Stock-Picking

Der wichtigste Faktor für die Portfolio-Performance ist nicht, welche Aktien man besitzt — sondern ob man für das jeweilige Marktumfeld richtig positioniert ist. 100% long in High-Beta-KI-Aktien zu sein, ist in einem grünen Regime die richtige Entscheidung. Dieselben Aktien in einem roten Regime zu 100% long zu halten, ist der Weg, in drei Monaten 30% zu verlieren.

Der zusammengesetzte Weekly-Signal-Score quantifiziert dies. Er nimmt die subjektive Frage "wie fühlt sich der Markt an?" und ersetzt sie durch eine gewichtete, transparente, reproduzierbare Zahl, die aus neun quantitativen Dimensionen abgeleitet wird.

Wie das Regime die Allokation beeinflusst

Grün (80+): Volle Allokation. Maximale Exposure gegenüber Positionen mit hoher Überzeugung. Minimale Absicherung. Dies ist das Umfeld, in dem der AI Barbell mit voller Kraft läuft — long Infrastruktur, short disruptiertes SaaS.

Gelb (50-79): Reduzierte Allokation. Positionen um 20-30% kürzen. Puts auf gefährdete Positionen hinzufügen. Stops enger setzen. Dies ist kein Signal, alles zu verkaufen — es ist ein "defensiv geneigtes" Signal.

Rot (0-49): Kapitalerhalt-Modus. Cash-Quote auf 40-60% erhöhen. High-Beta-Long-Positionen schließen. Wechsel zu Gold, TLT und defensiver Positionierung. Hier wird das Derivatives-Portfolio (cash-secured Puts, Covered Calls) zum primären Einkommensvehikel.